Gute Grundlagen: Sleek New Skin Revive Foundation

Den vergangenen Boxing Day hatte ich aufgrund des Feiertagsrabattes in Kombination mit dem Neukundenrabatt genutzt, um bei Sleek in UK zu bestellen. Statt mich bis zum Hals mit Lidschattenpaletten einzudecken, hatte ich allerdings ein anderes Anliegen im Auge: Mir war nämlich zu Ohren gekommen, dass Sleek über eine äußerst helle Farbton verfügt. So bestellte ich die New Skin Revive Foundation im Farbton 911 Linen (35 ml |10,49 Euro) und kreuzte meine Finger. Im Januar erreichte mich das Paket. Nun stellt sich die Frage:

Warum habe ich mit dieser Review so lange gewartet?

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Nachdem Auspacken war ich zunächst hellauf begeistert: Eine derartige Foundation war mir bislang noch nicht untergekommen. Ein wunderbarer, sehr sehr heller, verhältnismäßig ziemlich neutraler Farbton. In der Hoffnung, hier den heiligen Gral gefunden zu haben, probierte ich sie umgehend aus. Und, was soll ich sagen, ich wurde bitter enttäuscht. Auch in den vergangenen Monaten ließ sich diese Ansicht nicht revidieren, obwohl ich es mir so sehr wünschte. Als hätte man das schönste Paar Schuhe der Welt gefunden, aber könnte keine zwei Meter darin laufen – weil die Sohle abfällt und sie in Flammen aufgehen.

Die Beschreibung verspricht eine leichte, lang haltende Foundation mit mittlerer Deckkraft, die die Poren nicht verstopft und die Haut vor schädlicher Sonneneinstrahlung schützt. Mein Gesicht sagt nein.

Die New Skin Revive Foundation hat in etwa die Deckkraft einer leicht getönten Tagescreme. Allerdings hat eine getönte Tagescreme wenigstens noch einen pflegenden Effekt, was ich von der New Skin Revive leider nicht behaupten kann. Das ist ärgerlich, weil sie exakt nichts abdeckt, und disqualifiziert sie für mich als ordentliche Foundation. Aber damit könnte ich noch irgendwie leben, denn einen leicht aufhellenden, Teint verbessernden Effekt muss man ihr zugestehen.

Allerdings ist der Auftrag sowohl mit Pinsel als auch mit dem Beauty Blender Dupe von Ebelin eine absolute Tortur. Ein Ergebnis, das nicht streifig wirkt, ist bei dieser unglaublich flüssigen Textur eigentlich nicht möglich. Sie lässt sich nicht schichten und trägt sich ab, sobald man über bereits bearbeitete Hautstellen kommt. Das Ergebnis ist eine Haut, die zwar farblich ein etwas ebenmäßigeres Hautbild bietet, jedoch jede kleine Rötung vorblitzen lässt und diesen unangenehmen „cakey“ Effekt in der T-Zone hat, wo das, was vermutlich mattieren sollte, einen so aussehen lässt, als hätte man die „Foundation“ vor der morgendlichen Joggingrunde aufgetragen und sie sich durch das Schwitzen abgesetzt. [Dieser Vergleich basiert auf reiner Vermutung, denn normalerweise beschränkt sich meine körperliche Ertüchtigung auf den Weg ins Bad und zurück, aber ihr könnt euch vorstellen, was ich meine.] Der angebliche Lichtschutz mit SPF 15 kann da auch nichts mehr retten, denn bei der Menge an Produkt, die man tatsächlich aufs Gesicht bekommt. Ich hatte euch ein Vorher-Nachher-Bild gemacht, allerdings kann ich den Effekt alternativ auch in wenigen Worten beschreiben:

Wie Sie sehen, sehen Sie nichts.

Einen positiven Aspekt hat das Ganze jedoch: Ich habe einen neuen Maßstab für den idealen Farbton. Denn, dass muss man der New Skin Revive Foundation lassen, der ist theoretisch g-r-o-ß-a-r-t-i-g für Kellerkinder wie mich mit einem Hals wie ein Stück Kreide. Wenn er doch nur wenigstens ansatzweise deckend wäre. Wenn.  Tja.

Diese „Foundation“ war jedoch nicht das einzige Produkt, das an jenem Tag in meinem Einkaufskorb landete. Ebenso kamen die CC Cream (25 ml |11,50 Euro) und der Be Beautiful Blemish Balm (50 ml |11,50 Euro), beide in Fair, zu mir geschippert. Ein gutes Beispiel dafür, wie verschieden die gleiche Farbbezeichnung bei derselben Marke ausfallen kann.

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Die CC Cream ist mir viel zu dunkel um damit überhaupt irgendetwas anzufangen. Da lohnt sich auch Aufhellen nicht, die ist einfach unbrauchbar. Dementsprechend kann ich auch wenig zur Performance sagen, ich habe sie nur einmal geswatcht und dann weggestellt. Der Be Beautiful Blemish Balm ist kein ganz so riesiger Reinfall, und an sich sehr angenehm zu tragen. Leider habe ich hier wie bei der Schneewittchen CC Cream von Alverde das Gefühl, dass mein Gesicht damit einfach „falsch“ aussieht. Im Farbvergleich mit der anderen BB Cream, die ich momentan nutze und die mir, obwohl sie nicht wesentlich heller ist, deutlich besser passt, merkte ich, dass die Sleek-Variante wohl einfach zu gelblich für mein Gesicht ist. Die Textur ist BB-Cream-mäßig dick und ich würde ihn durchaus als eher pflegend bezeichnen. Er deckt auch besser, als das, was sich in diesem Trio „Foundation“ schimpft.

Damit ist das Kapitel Sleek, im Hinblick auf Foundation, für mich soweit abgehakt. Es gibt aktuell auch nichts mehr in dieser Sparte des Produktsortiments, das mich zum Testen verführen könnte. Falls jemand, der keine deckweiße Visage hat, sondern einfach eher ein relativ heller Typ ist, die CC Cream möchte:

Ich habe eine neue Seite erstellt: For Sale. Dort liste ich für mich unpassende Produkte auf, die ich aufgrund ihrer Farbe einfach nicht aufbrauchen kann, ohne mich wie fürs Kinderschminken angemalt zu fühlen. Ihr findet dort auch das für mich leider zu rosane Manhattan Endless Perfection Make Up aus dem letzten Foundation-Post.

Wie sind eure Erfahrungen mit den Gesichtsprodukten von Sleek? Habe ich vielleicht ein Montagsprodukt der New Skin Revive Foundation erwischt, oder fällt die Textur bei anderen Farbtönen möglicherweise deckender aus?

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